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Projektwoche Ostern 2016

14.03.2016 CJD Sigmaringen « zur Übersicht

Anlässlich des bevorstehenden Oster-Festes fand eine Projektwoche mit dem Schwerpunkt „Kirche und Bräuche neu erfahren“ statt. Einige der teilnehmenden Auszubildenden be­haupteten, von Gott nichts wissen zu wollen oder sie waren schon seit Kindheitstagen nicht mehr in einer Kirche. Um ihnen hier wieder einen Zugang zu ermöglichen, wurde mit unkonven­tionellen Aktionen versucht, die Jugendlichen für dieses bedeu­tende christliche Jahresfest wieder zu sensibilisieren.

Hierzu besuchten wir an einem Abend einen sogenannten „Gottesdienst in Zeitlupe“ in der St. Fidelis Kirche in Sigma­ringen. „In Zeitlupe“  bedeutete, dass die Teilnehmer bei auftre­tenden Fragen während des Gottesdienstes die Hand heben und Fragen stellen konnten. Der Gottesdienst wurde dann unterbro­chen und die Fragen durch den Pfarrer beantwortet oder mit allen Gottesdienstbesuchern diskutiert. Für alle Teilnehmer war dies ein zwar ungewohntes, dabei aber sehr informatives Erlebnis.

Gemeinsam mit einem Pastoralreferenten wurde am nächsten Abend eine „Kirche zum Anfassen“ gestaltet. Dieser Abend fand ebenfalls in der Kirche St. Fidelis statt. Die Jugendlichen konnten sich dabei frei in allen Räumlichkeiten bewegen und wurden an bestimmten Orten wie Sakristei, Beichtstuhl oder am Altar durch Frage-Kärtchen zum selbständigen Nachdenken und Besinnen angeregt. In der Taufkapelle entwickelte sich gegen Ende ein sehr tiefgründiges und offenes Gespräch über Glaubensfragen.

Während im letzten Jahr durch den Besuch einer Hühnerfarm die Massenproduktion von Ostereiern in eher kritischer Weise beleuchtet wurde, griffen wir diesen Brauch diesmal in humoristischer Weise auf durch den Besuch der Straußenfarm in Veringenstadt. Ein einziges Straußenei, das unsere Azubis zum ersten mal zu Gesicht bekamen, bringt etwa 1,4 kg auf die Waage und entspricht dem Inhalt von ca. 25 handelsüblichen Hühnereiern. Mit einem Preis von etwa 25 € pro Stück dürfte mit dem üblichen Massenkonsum hier Schluss sein.

Danach wurde zu guter Letzt ein Osterpalmen hergestellt, der an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnern soll. Außerdem herrschte in der hauseigenen Küche Großbetrieb beim gemeinsamen Backen von Osterlämmern. Diese sollen uns an das letzte Pesachmahl vor dem Auszug aus Ägypten erinnern. Ausgehend vom Auszug aus Ägypten wird auf die Auferstehung des Christus hingewiesen, der als „das wahre Lamm geschlachtet ward, dessen Blut die Türen der Gläubigen heiligt und das Volk bewahrt vor Tod und Verderben.“